Die Abteilung Forschung & Entwicklung, SUB Göttingen

Die SUB Göttingen führt eine der größten Abteilungen für Forschung und Entwicklung unter Deutschlands wissenschaftlichen Bibliotheken. Zu den Schwerpunkten der Abteilung zählen der Aufbau von virtuellen Forschungsumgebungen und Forschungsinfrastrukturen für wissenschaftliche Daten und Dienste (e-Research)

Wir versuchen aufkommende Entwicklungen der Informations- und Wissensgesellschaft frühzeitig zu erkennen, aufzugreifen und für die Wissenschaft nutzbar zu gestalten - und dadurch konstruktiv an einer Neupositionierung der Rolle von wissenschaftlichen Bibliotheken im 21. Jahrhundert mitzuwirken.

Unsere Abteilung wird fast ausschließlich über Drittmittel finanziert, mit Forschungsprojekten, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Europäischen Union (EU), dem Europäischen Strategieforum für Forschungsinfrastrukturen (ESFRI) und anderen gefördert werden. Die Dienste der Abteilung werden weit über die SUB Göttingen hinaus vor allem an der Universität Göttingen und den weiteren örtlichen Forschungseinrichtungen (z.B. Max-Planck-Institute, Akademie der Wissenschaften), aber auch national und international anerkannt und genutzt.

Die Abteilung wurde gemeinsam mit Deutschlands erstem Massendigitalisierungszentrum, dem Göttinger Digitalisierungszentrum (GDZ), in den 1990er Jahren gegründet. Heute untergliedert sie sich in die Gruppen

  • Strategie und Monitoring
  • Informationsarchitekturen
  • Kompetenzzentren (derzeit: Retrodigitalisierung sowie Forschungsdaten/Langzeitarchivierung)

Alle Gruppen stehen im Dienste der Wissenschaft und decken inhaltlich jeweils unterschiedliche Bereiche in der Beratung und Konzeptionierung bis hin zur prototypischen Software-Entwicklung ab. Der Aufbau virtueller Forschungsumgebungen und von Forschungsinfrastrukturen konzentriert sich vor allem auf die Beschreibung, eindeutige Identifizierung, nachhaltige Archivierung, Publikation und Nutzung von Daten wie auch auf den prototypischen Aufbau von wissenschaftlichen Diensten gemeinsam mit Forschergruppen aus den verschiedensten Wissenschaftsdisziplinen. Wir wollen damit den Grundstein dafür legen, Forschungsergebnisse langfristig interpretierbar zu machen und durch Vernetzung sowie Abstraktion (z.B. Visualisierung) in neuen Zusammenhängen kontextualisieren zu können.

Um diese große Vielfalt an technologischen, fachwissenschaftlichen und organisatorischen Aspekten gut abdecken zu können, arbeiten die Gruppen untereinander und auch gemeinsam mit anderen Abteilungen und Gruppen der SUB Göttingen eng zusammen, so vor allem mit der Abteilung Digitale Bibliothek und den Gruppen Elektronisches Publizieren und Metadaten sowie mit den Fachreferaten einschließlich der Sondersammelgebiete.

Darüber hinaus beteiligt sich die Abteilung Forschung und Entwicklung an wichtigen nationalen Vorhaben (z.B. an der deutschen Grid-Initiative D-Grid, der Schwerpunktinitiative „Digitale Information" der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen, der Kommission Zukunft der Informationsinfrastruktur (KII), der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB)) sowie an internationalen Gremien und Programmen (z.B. an der International Conference on Preservation of Digital Objects (iPRES), dem World Wide Web Consortium (W3C), METS/PREMIS und der e-Infrastructure Reflection Group (e-IRG)).